Was eine bKV kostet
Der Beitrag hängt vor allem von der Höhe des Budgets und von den Leistungen ab. Ein Tarif mit 300 Euro Budget beginnt bei knapp 6 Euro im Monat. Für 600 Euro zahlen Sie meist 18 bis 26 Euro, für 1.200 Euro rund 28 bis 45 Euro. Tarife mit vollen Zahn- und Sehhilfe-Leistungen kosten deutlich mehr. Der Beitrag ist bei Budgettarifen in der Regel für alle gleich, unabhängig von Alter und Geschlecht.
Wenn Sie alle Mitarbeiter versichern, verzichten die meisten Versicherer auf Gesundheitsfragen und Wartezeiten. Auch laufende Behandlungen sind dann oft mitversichert. Familienangehörige können viele Tarife zum gleichen Beitrag mitversichern. Diesen Beitrag zahlt meist der Mitarbeiter selbst.
Die Steuerregeln in drei Sätzen
- Sachbezug: Kann der Mitarbeiter nur Versicherungsschutz verlangen und kein Geld, ist die bKV ein Sachbezug. Bis 50 Euro im Monat bleibt sie steuer- und beitragsfrei, zusammen mit Gutscheinen und anderen Sachbezügen.
- Zahlweise: Zahlen Sie den Jahresbeitrag auf einmal, zählt er in einem Monat. Dann ist die Freigrenze fast immer überschritten. Für die Freigrenze also monatlich zahlen.
- Über 50 Euro: Wird die Grenze überschritten, ist der ganze Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber. Dann hilft die Pauschalierung. Nach § 40 Abs. 1 EStG bleibt die bKV sozialabgabenfrei, das braucht einen Antrag beim Finanzamt. Nach § 37b EStG kostet sie 30 % Steuer und Sozialabgaben.
So rechnet der Rechner
| Fall | Ihre Kosten je Monat |
|---|---|
| Sachbezug unter 50 € | Beitrag |
| Pauschal nach § 40 Abs. 1 | Beitrag plus rund 30 % Pauschalsteuer, Soli und Kirchensteuer. Der echte Satz ergibt sich aus Ihrer Belegschaft |
| Pauschal nach § 37b | Beitrag plus 30 % Pauschalsteuer, Soli und Kirchensteuer, plus rund 21 % Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung |
| Als Lohn versteuert | Beitrag plus rund 21 % Arbeitgeberanteil. Der Mitarbeiter zahlt Steuer und seinen Anteil |
| Gehaltsvergleich | Bruttoerhöhung, die Sie genauso viel kostet, und deren Netto. Steuerklasse I, ohne Kinder, Werte 2026 |
Häufige Fragen
Lohnt sich die bKV, wenn nicht alle das Budget nutzen?
Das Budget ist eine Obergrenze. Wer es nicht braucht, bekommt nichts ausgezahlt. Der Versicherer rechnet damit und kann deshalb ein Budget von 600 Euro für rund 24 Euro im Monat anbieten. Für Ihre Mitarbeiter zählt, dass sie es jederzeit nutzen können, etwa für eine neue Brille oder eine Zahnreinigung.
Gibt es eine Mindestzahl an Mitarbeitern?
Ja, je nach Versicherer ab 3, 5 oder 10 versicherten Personen. Kleinere Betriebe finden also passende Angebote.
Kann ich die bKV mit Gutscheinen kombinieren?
Ja, solange beides zusammen im Monat 50 Euro nicht übersteigt. Eine bKV für 24 Euro lässt Platz für einen Gutschein über 26 Euro.
Was ist der Unterschied zum Gesundheitsbudget nach § 3 Nr. 34?
Das sind zwei getrennte Töpfe. Die bKV ist eine Versicherung und läuft über die 50-Euro-Grenze für Sachbezüge. Das Gesundheitsbudget nach § 3 Nr. 34 EStG deckt bis 600 Euro im Jahr Präventionskurse und betriebliche Gesundheitsförderung. Beides lässt sich kombinieren.
Was hat die bKV mit dem Krankenstand zu tun?
Vorsorge und schnellere Behandlung können Fehlzeiten verkürzen. Wie stark, lässt sich vorher nicht sagen. Unser Krankenstand-Rechner zeigt, ab wie vielen vermiedenen Fehltagen sich ein Budget trägt.
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Quellen
- bkv-budgettarife.de: Alle bKV-Budgettarife im Vergleich 2026. bkv-budgettarife.de
- bkvfirmenservice.de: Kosten einer bKV, Stand der Beiträge Januar 2026. bkvfirmenservice.de
- Hallesche: Beratungsblatt Steuerliche Behandlung der bKV. hallesche.de
- Barmer: Betriebliche Krankenversicherung im Sozialversicherungslexikon. barmer.de
Dieser Rechner dient der Orientierung und ersetzt keine Steuerberatung und kein Angebot. Die Beiträge sind Marktwerte, Ihr Angebot kann abweichen. Stand: Oktober 2026.